Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Markusevangelium 12
13 Man schickte einige von den Pharisäern und den Herodianern zu ihm, um ihn mit seinen Worten zu fangen. 14 Sie kamen und sagten zu ihm: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und nach niemand fragst; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen, sondern lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gemäß. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht? 15 Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Was stellt ihr mir eine Falle? Bringt mir einen Denar, damit ich ihn sehe! 16 Da brachten sie ihm einen. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist dies? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. 17 Da sagte Jesus zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie wunderten sich sehr über ihn.
Die unvermeidlichen Bedürfnisse unseres Leibes sind wie der Kaiser für jeden von uns; der Herr ordnet daher an, dass dem Leib das Seine gegeben werde, das heißt Nahrung und Kleidung, und Gott, was Gottes ist. Es folgt: Und sie staunten über ihn. Diejenigen, die hätten glauben sollen, staunten über so große Weisheit, weil sie keinen Platz für ihre List gefunden hatten.