
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 1
40 Ein Aussätziger kam zu ihm und bat ihn kniefällig: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. 41 Da streckte er, von Mitleid ergriffen, seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will; sei rein! 42 Und sofort wich der Aussatz von ihm und er wurde rein. 43 Jesus fuhr ihn heftig an, jagte ihn gleich fort 44 und sagte zu ihm: Hüte dich, jemand etwas davon zu sagen, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose vorgeschrieben hat, zum Zeugnis für sie. 45 Er aber ging weg und fing an, die Geschichte mit Eifer bekannt zu machen und herumzuerzählen. So konnte er nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen, sondern hielt sich draußen an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
(Hom. 25) Als ob Er sagte: Es ist noch nicht die Zeit, dass meine Werke gepredigt werden, ich verlange nicht deine Predigt. Damit lehrt Er uns, nicht weltliche Ehre als Lohn für unsere Werke zu suchen. Es geht weiter: Sondern geh hin, zeige dich dem Hohenpriester. Unser Heiland sandte ihn zum Priester zur Prüfung seiner Heilung, und damit er nicht aus dem Tempel ausgestoßen, sondern noch mit dem Volk im Gebet gezählt werde. Er sendet ihn auch, damit er alle Teile des Gesetzes erfülle, um die böswillige Zunge der Juden zum Schweigen zu bringen. Er selbst vollendete zwar das Werk, ließ es aber von ihnen prüfen.