Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 1
23 Da war gleich in ihrer Synagoge ein Mann mit unreinem Geist. Der schrie auf: 24 Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! 25 Da fuhr ihn Jesus an: Schweig und fahr aus von ihm! 26 Da riss ihn der unreine Geist hin und her und schrie mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus. 27 Da erstaunten alle und stritten untereinander: Was ist das? Eine neue Lehre voll Macht! Sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie gehorchen ihm. 28 Und die Kunde von ihm drang bald überallhin in die ganze Umgegend von Galiläa.
(Vict. Ant. e Cat. in Marc.) Ferner wollte die Wahrheit nicht das Zeugnis unreiner Geister haben; daher folgt: Und Jesus bedrohte ihn und sprach usw. Daher wird uns ein heilsames Gebot gegeben; lasst uns den Teufeln nicht glauben, wie sehr sie auch die Wahrheit verkünden mögen. Es geht weiter: Und der unreine Geist zerrte ihn usw. Denn weil der Mensch wie einer bei Sinnen sprach und seine Worte mit Unterscheidungsvermögen äußerte, damit man nicht denke, er habe seine Worte nicht vom Teufel, sondern aus seinem eigenen Herzen zusammengestellt, ließ Er zu, dass der Mensch vom Teufel gezerrt wurde, um zu zeigen, dass es der Teufel war, der sprach.