Pseudo-Hieronymus
Catena Aurea · Markusevangelium 1
16 Als er am Ufer des Sees von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder Simons, das Netz im See auswerfen. Sie waren nämlich Fischer. 17 Da sagte Jesus zu ihnen: Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. 18 Sofort verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. 19 Als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Johannes, auch sie im Boot, wie sie gerade ihre Netze ausbesserten. Sogleich rief er sie. 20 Da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit den Taglöhnern im Boot und gingen weg, ihm nach.
Ferner werden wir mystisch zum Himmel entrückt wie Elia durch diesen Wagen, gezogen von diesen Fischern wie von vier Pferden. Auf diesen vier Ecksteinen ist die erste Kirche gebaut; in diesen erkennen wir, wie in den vier hebräischen Buchstaben (יהוה) das Tetragrammaton, den Namen des Herrn, wir, die wir aufgefordert sind, nach ihrem Beispiel die Stimme des Herrn zu hören und zu vergessen (Ps 45,11) das Volk der Bosheit und das Haus des Wandels unserer Väter, der Torheit vor Gott ist, und das Spinnennetz, in dessen Maschen wir wie Mücken fast gefallen wären und durch eitle Dinge wie die Luft, die an nichts hängt, festgehalten wurden; auch verabscheuen wir das Schiff unseres früheren Wandels. Denn Adam, unser Stammvater nach dem Fleisch, ist mit den Fellen toter Tiere bekleidet; jetzt aber, da wir den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen haben, sind wir, dem neuen Menschen folgend, mit jenen Fellen Salomos bekleidet, mit denen die Braut sich freut, dass sie schön gemacht wurde. (Hld 1,4. Vulg.) Wiederum bedeutet Simon gehorsam; Andreas mannhaft; Jakobus Überlister; Johannes Gnade; durch diese vier Namen sind wir in Gottes Heerschar eingefügt; durch Gehorsam, damit wir hören; durch Mannhaftigkeit, damit wir kämpfen; durch Überwindung, damit wir beharren; durch Gnade, damit wir bewahrt werden. (supplantatione) Diese vier Tugenden werden Kardinaltugenden genannt; denn durch Klugheit gehorchen wir; durch Gerechtigkeit verhalten wir uns mannhaft; durch Mäßigkeit treten wir die Schlange nieder; durch Tapferkeit erlangen wir die Gnade Gottes.