Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Markusevangelium 1
16 Als er am Ufer des Sees von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder Simons, das Netz im See auswerfen. Sie waren nämlich Fischer. 17 Da sagte Jesus zu ihnen: Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. 18 Sofort verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. 19 Als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Johannes, auch sie im Boot, wie sie gerade ihre Netze ausbesserten. Sogleich rief er sie. 20 Da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit den Taglöhnern im Boot und gingen weg, ihm nach.
Denn wir dürfen keine Zeit verstreichen lassen, sondern müssen sogleich dem Herrn folgen. Danach fängt er Jakobus und Johannes, weil auch sie, obwohl arm, das Alter ihres Vaters unterstützten. Daher folgt: Und als er von dort ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, usw. Aber sie verließen ihren Vater, weil er sie daran gehindert hätte, Christus nachzufolgen. Auch du, wenn du von deinen Eltern gehindert wirst, verlasse sie und komme zu Gott. Dadurch wird gezeigt, dass Zebedäus kein Gläubiger war; aber die Mutter der Apostel glaubte, denn sie folgte Christus, als Zebedäus tot war.