Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Markusevangelium 1
9 In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. 10 Sobald er aus dem Wasser heraufstieg, sah er, dass sich der Himmel öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. 11 Und eine Stimme sprach aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
(Vict. Ant. e Cat. in Marc.) Weil er eine neue Taufe einsetzte, kam er zur Taufe des Johannes, die in Bezug auf seine eigene Taufe unvollkommen war, aber von der jüdischen Taufe verschieden, da sie zwischen beiden lag. Er tat dies, um durch die Art seiner Taufe zu zeigen, dass er nicht zur Vergebung der Sünden getauft wurde, noch als einer, der den Empfang des Heiligen Geistes entbehrte: denn die Taufe des Johannes entbehrte beider. Aber er wurde getauft, damit er allen bekannt gemacht würde, damit sie an ihn glaubten und alle Gerechtigkeit erfüllten, welche die Einhaltung der Gebote ist: denn es war den Menschen geboten worden, sich der Taufe des Propheten zu unterwerfen.