
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 9
57 Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, sagte einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 58 Da sagte Jesus zu ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester. Der Menschensohn aber hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann. 59 Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Erlaube mir, zuerst meinen Vater zu begraben. 60 Er aber antwortete ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! 61 Noch ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr; doch erlaube mir zuvor, von meinen Hausgenossen Abschied zu nehmen. 62 Jesus aber sagte zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes.
Oder weil der Rachen der Gottlosen ein offenes Grab ist, wird befohlen, dass ihr Andenken vergessen wird, deren Dienste zusammen mit ihren Leibern sterben. Noch wird der Sohn von seiner Pflicht gegenüber seinem Vater zurückgerufen, sondern der Gläubige wird von der Gemeinschaft der Ungläubigen getrennt; es ist kein Verbot der Pflicht, sondern ein Mysterium der Religion, das heißt, dass wir keine Gemeinschaft mit den toten Heiden haben sollen.