
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 9
32 Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf überwältigt. Als sie erwachten, sahen sie seinen Lichtglanz und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Als sie von ihm scheiden wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elija eine. Er wusste aber nicht, was er sagte. 34 Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Als sie in die Wolke hineinkamen, fürchteten sie sich. 35 Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dies ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören! 36 Als die Stimme erscholl, war Jesus wieder allein. Sie schwiegen und teilten in jenen Tagen niemand etwas von dem mit, was sie gesehen hatten.
(in Thes. lib. 12. c. 14.) Wie sollten die Menschen dann annehmen, dass der, der wirklich der Sohn ist, gemacht oder geschaffen sei, wenn Gott der Vater von oben donnerte: Dies ist mein geliebter Sohn! als ob er sagte: Nicht einer meiner Söhne, sondern der, der wahrhaft und von Natur mein Sohn ist, nach dessen Vorbild die anderen angenommen sind. Er befahl ihnen dann, ihm zu gehorchen, als er hinzufügte: Ihn hört. Und ihm mehr zu gehorchen als Moses und Elias, denn Christus ist das Ende des Gesetzes und der Propheten. Daher fügt der Evangelist bedeutsam hinzu: Und als die Stimme vorüber war, fand sich Jesus allein.