
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 9
32 Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf überwältigt. Als sie erwachten, sahen sie seinen Lichtglanz und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Als sie von ihm scheiden wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elija eine. Er wusste aber nicht, was er sagte. 34 Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Als sie in die Wolke hineinkamen, fürchteten sie sich. 35 Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dies ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören! 36 Als die Stimme erscholl, war Jesus wieder allein. Sie schwiegen und teilten in jenen Tagen niemand etwas von dem mit, was sie gesehen hatten.
Nun beachte, dass die Wolke nicht schwarz war von der Dunkelheit verdichteter Luft und dazu angetan, den Himmel mit einem schrecklichen Dunkel zu überziehen, sondern eine leuchtende Wolke, von der wir nicht mit Regen benetzt wurden, sondern aus der, als die Stimme des allmächtigen Gottes hervorkam, der Tau des Glaubens auf die Herzen der Menschen herabgesenkt wurde. Denn es folgt: Und es kam eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn; ihn hört. Elias war nicht sein Sohn. Moses war es nicht. Sondern dies ist der Sohn, den du allein siehst.