
Maximus der Bekenner
Catena Aurea · Lukasevangelium 8
16 Niemand zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder stellt es unter ein Bett, sondern er stellt es auf den Leuchter, damit die Eintretenden das Licht sehen. 17 Denn nichts ist verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, das nicht bekannt wird und an das Licht des Tages kommt. 18 Gebt also Acht, dass ihr gut zuhört. Denn wer hat, dem wird gegeben werden. Wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er zu haben meint.
(Quæst. in Script. 63.) Oder vielleicht nennt der Herr Sich selbst ein Licht, das allen leuchtet, die im Hause wohnen, das heißt in der Welt, da Er von Natur Gott ist, durch die Heilsordnung aber Fleisch geworden ist. Und so bleibt Er wie das Licht der Lampe im Gefäß des Fleisches vermittels der Seele wie das Licht im Gefäß der Lampe vermittels der Flamme. Durch den Leuchter aber beschreibt er die Kirche, über der das göttliche Wort leuchtet und das Haus gleichsam mit den Strahlen der Wahrheit erhellt. Unter dem Gleichnis eines Gefäßes oder Bettes aber verwies er auf die Beobachtung des Gesetzes, unter dem das Wort nicht enthalten sein wird.