
Maximus der Bekenner
Catena Aurea · Lukasevangelium 7
11 Hierauf ging er in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und viel Volk gingen mit ihm. 12 Als er sich dem Stadttor näherte, trug man einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, die Witwe war, und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. 13 Als der Herr sie sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! 14 Dann trat er hinzu und berührte die Bahre; die Träger aber standen still. Er sagte: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf! 15 Da richtete sich der Tote auf und begann zu reden und er gab ihn seiner Mutter zurück. 16 Furcht ergriff alle; sie lobten Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten und Gott hat sich seines Volkes angenommen. 17 Und die Kunde davon verbreitete sich in ganz Judäa und in der ganzen Gegend.
(non occ.) Es ist jedoch bemerkenswert, dass sieben Auferweckungen vor der unseres Herrn berichtet werden, von denen die erste die des Sohnes der Witwe von Sarepta war (1 Kön 17), die zweite die des Sohnes der Schunemiterin (2 Kön 4), die dritte, die durch die Gebeine des Elisa bewirkt wurde (2 Kön 13), die vierte, die in Nain geschah, wie hier berichtet wird, die fünfte die der Tochter des Synagogenvorstehers (Mk 5), die sechste die des Lazarus (Joh 11), die siebte beim Leiden Christi, denn viele Leiber der Heiligen standen auf (Mt 27). Die achte ist die Christi, der, vom Tod frei, darüber hinaus blieb als Zeichen dafür, dass die allgemeine Auferstehung, die im achten Zeitalter kommen wird, nicht durch den Tod aufgelöst werden, sondern bestehen wird, um niemals zu vergehen.