
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Lukasevangelium 5
12 Als er sich in einer der Städte aufhielt, war da ein Mann voller Aussatz. Als er Jesus sah, fiel er vor ihm auf das Angesicht nieder und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. 13 Da streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will; sei rein! Und sofort wich der Aussatz von ihm. 14 Er befahl ihm, es niemand zu sagen, sondern (sagte): Geh, zeig dich dem Priester und bring dein Reinigungsopfer dar, wie Mose vorgeschrieben hat, zum Zeugnis für sie. 15 Aber die Kunde von ihm verbreitete sich immer mehr und große Volksscharen kamen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 16 Er aber zog sich in die Einsamkeit zurück und betete.
(Hom. 26. in Matt.) Und da die Menschen, wenn sie krank sind, oft an Gott denken, aber wenn sie genesen, stumpf werden, gebietet Er ihm, Gott stets vor Augen zu halten und Gott die Ehre zu geben. Daher folgt: „Sondern geh und zeige dich dem Priester“, damit der vom Aussatz gereinigte Mensch sich der Prüfung des Priesters unterziehe und so durch dessen Bestätigung als geheilt gelte.