
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Lukasevangelium 5
4 Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus ins tiefe Wasser und werft euere Netze zum Fang aus! 5 Simon antwortete ihm: Meister, die ganze Nacht haben wir uns abgemüht und nichts gefangen. Doch auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. 6 Sie taten es und fingen eine große Menge Fische. Ihre Netze drohten zu zerreißen. 7 Sie winkten ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen und füllten beide Boote, sodass sie fast sanken.
(de Con. Ev. lib. 4. c. 6.) Johannes scheint zwar von einem ähnlichen Wunder zu sprechen, aber dieses ist sehr verschieden von dem, das er erwähnt. Jenes geschah nach der Auferstehung unseres Herrn am See Tiberias, und nicht nur die Zeit, sondern auch das Wunder selbst ist sehr verschieden. Denn bei letzterem fingen die auf der rechten Seite hinabgelassenen Netze einhundertdreiundfünfzig Fische, und zwar große, was der Evangelist erwähnen musste, weil die Netze trotz dieser Größe nicht rissen, und dies scheint sich auf das Ereignis zu beziehen, das Lukas berichtet, als wegen der Menge der Fische die Netze rissen.