
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Lukasevangelium 3
7 Er sagte zu den Volksscharen, die hinausgekommen waren, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Natternbrut! Wer hat euch gelehrt, ihr könntet dem kommenden Zorn entfliehen? 8 Bringt also Früchte hervor, die der Umkehr entsprechen, und lasst euch nicht einfallen, zu denken: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Aus diesen Steinen da kann Gott dem Abraham Kinder erwecken. 9 Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
(Hom. in Matt. 10.) Der Bewohner der Wüste, als er das ganze Volk Palästinas um sich stehen und staunen sah, beugte sich nicht unter die Last solcher Achtung, sondern erhob sich gegen sie und tadelte sie. (Hom. in Gen. 12.) Die heilige Schrift gibt oft den Menschen die Namen wilder Tiere, entsprechend den Leidenschaften, die sie erregen, und nennt sie manchmal Hunde wegen ihrer Schamlosigkeit, Pferde wegen ihrer Wollust, Esel wegen ihrer Torheit, Löwen und Panther wegen ihrer Raubgier und Zügellosigkeit, Nattern wegen ihrer Arglist, Schlangen und Ottern wegen ihres Giftes und ihrer Verschlagenheit; und so nennt Johannes an dieser Stelle die Juden eine Schlangenbrut.