Eusebius von Caesarea
Catena Aurea · Lukasevangelium 24
36 Während sie noch darüber redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! 37 Erschrocken und von Furcht ergriffen, meinten sie, einen Geist zu sehen. 38 Da sagte er ihnen: Was seid ihr bestürzt und warum steigen Zweifel in eueren Herzen auf? 39 Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst! Fasst mich doch an und seht! Ein Geist hat doch nicht Fleisch und Bein, wie ihr es an mir seht. 40 Als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße.
Denn die zwei Evangelisten, das heißt Lukas und Johannes, schreiben, dass Er den Elf allein in Jerusalem erschien, aber jene zwei Jünger erzählten nicht nur den Elf, sondern allen Jüngern und Brüdern, dass sowohl der Engel als auch der Erlöser ihnen befohlen hatten, nach Galiläa zu eilen; von denen auch Paulus Erwähnung machte, indem er sagte: Danach erschien Er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal. (1 Kor 15,6.) Aber die wahrere Erklärung ist, dass Er zuerst zwar, während sie sich in Jerusalem im Verborgenen aufhielten, einmal oder zweimal zu ihrem Trost erschien, dass Er aber in Galiläa nicht in der Versammlung oder einmal oder zweimal, sondern mit großer Macht eine Offenbarung Seiner Selbst machte, indem Er Sich ihnen nach Seinem Leiden mit vielen Zeichen als lebendig erwies, wie Lukas in der Apostelgeschichte bezeugt. (Apg 1,3.)