
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Lukasevangelium 22
14 Als die Stunde gekommen war, legte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm. 15 Und er sagte zu ihnen: Ich habe mich danach gesehnt, dieses Paschamahl mit euch zu essen, noch bevor mein Leiden beginnt. 16 Denn ich sage euch: Von nun an werde ich es nicht mehr essen, bis es seine Vollendung im Reich Gottes findet. 17 Und er nahm einen Becher, sprach das Dankgebet und sagte: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch! 18 Denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt.
(conc. de Laz.) Gedenke also, wenn du dich zum Essen niedersetzest, dass du nach der Mahlzeit beten musst; stille daher deinen Hunger, aber mit Mäßigung, damit du nicht, überladen, deine Knie nicht zum Flehen und Gebet zu Gott beugen kannst. Lasst uns also nach unseren Mahlzeiten nicht zum Schlaf, sondern zum Gebet wenden. Denn Christus zeigt deutlich an, dass auf die Teilnahme an Speise nicht Schlaf oder Ruhe folgen soll, sondern Gebet und Lesung der heiligen Schrift. Es folgt: Denn ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt.