Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Lukasevangelium 21
28 Wenn (alles) das beginnt, dann richtet euch auf und erhebt euere Häupter; denn es naht euere Erlösung. 29 Er belehrte sie mit einem Vergleich: Betrachtet den Feigenbaum und alle anderen Bäume! 30 Sobald sie ausschlagen, seht und wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 31 Genauso sollt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, erkennen: Das Reich Gottes ist nahe. 32 Amen, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschieht. 33 Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.
Denn weil er vorhergesagt hatte, dass es Aufruhr, Kriege und Veränderungen geben werde, sowohl der Elemente als auch in anderen Dingen, damit niemand vermute, dass auch das Christentum selbst zugrunde gehen werde, fügt er hinzu: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen: als ob er sagte: Wenn auch alles erschüttert wird, so wird doch mein Glaube nicht wanken. Damit deutet er an, dass er die Kirche über die ganze Schöpfung stellt. Die Schöpfung wird Veränderung erleiden, aber die Kirche der Gläubigen und die Worte des Evangeliums werden für immer bestehen.