Origenes
Catena Aurea · Lukasevangelium 19
28 Nach diesen Worten zog er weiter und ging nach Jerusalem hinauf. 29 Als er in die Nähe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der Ölberg heißt, sandte er zwei Jünger voraus 30 und sagte: Geht in das Dorf, dass vor uns liegt. Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Eselsfohlen angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat; das bindet los und bringt es her. 31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt ihm: Der Herr braucht es. 32 Die Abgesandten gingen hin und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. 33 Als sie aber das Fohlen losbanden, sagten seine Besitzer zu ihnen: Was bindet ihr das Fohlen los? 34 Sie antworteten: Der Herr braucht es. 35 Und sie brachten es zu Jesus, warfen ihre Mäntel auf das Fohlen und ließen Jesus aufsitzen. 36 Während er dahinritt, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.
Es gab damals viele Herren dieses Füllens, bevor der Heiland es brauchte. Sobald er aber begann, der Herr zu sein, hörte jeder andere auf zu sein. Denn niemand kann Gott und dem Mammon dienen. (Mt 6,24.) Wenn wir Diener der Bosheit sind, sind wir vielen Lastern und Leidenschaften unterworfen, aber der Herr braucht das Füllen, weil er will, dass wir von der Kette unserer Sünden losgebunden werden.