Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Lukasevangelium 13
31 In derselben Stunde kamen einige Pharisäer herbei und sagten zu ihm: Mach dich auf und geh fort von hier; denn Herodes will dich töten. 32 Da sagte er zu ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen und am dritten Tag werde ich vollendet. 33 Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkommt. 34 Jerusalem, Jerusalem! Du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt. 35 Seht, euer Haus wird euch verödet überlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gepriesen sei er, der da kommt im Namen des Herrn!
Oder dein Haus (das heißt der Tempel), als ob Er sagt: Solange Tugend in euch war, war es mein Tempel, aber nachdem ihr es zu einer Räuberhöhle gemacht habt, war es nicht mehr mein Haus, sondern eures. Oder mit Haus meinte Er die ganze jüdische Nation, gemäß dem Psalm: O Haus Jakob, preiset den Herrn (Psalm 135:20), wodurch Er zeigt, dass Er selbst es war, der sie regierte und sie aus der Hand ihrer Feinde befreite. Es folgt: Und wahrlich, ich sage euch, usw.