Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Lukasevangelium 13
6 Und er erzählte dieses Gleichnis: Jemand hatte einen Feigenbaum in seinen Weinberg gepflanzt. Er kam und suchte Frucht an ihm und fand keine. 7 Da sagte er zu dem Weingärtner: Schon drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn um! Wozu saugt er noch den Boden aus? 8 Doch der antwortete ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn herum aufgegraben und Dung gestreut habe. 9 Vielleicht wird er in Zukunft Frucht bringen; wenn aber nicht, dann magst du ihn umhauen.
Oder der Hausherr ist Gott der Vater, der Weingärtner ist Christus, der nicht will, dass der Feigenbaum als unfruchtbar abgehauen wird, als ob er zum Vater sagte: Obwohl sie durch das Gesetz und die Propheten keine Frucht der Buße brachten, will ich sie mit meinen Leiden und meiner Lehre bewässern, und vielleicht werden sie uns Früchte des Gehorsams bringen.