
Ambrosius von Mailand
Catena Aurea · Lukasevangelium 13
1 Zur selben Zeit kamen einige und berichteten ihm von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. 2 Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer mehr als alle (anderen) Galiläer Sünder gewesen sind, weil sie das erlitten haben? 3 Nein, sage ich euch; doch wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle auf gleiche Weise umkommen. 4 Oder meint ihr, jene achtzehn, auf die der Turm am Schiloach stürzte und sie erschlug, seien schuldiger gewesen als alle (anderen) Bewohner von Jerusalem? 5 Nein, sage ich euch; doch wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle auf dieselbe Weise umkommen.
In denen, deren Blut Pilatus mit den Opfern vermischte, scheint ein gewisses mystisches Vorbild zu liegen, das alle betrifft, die durch die Nötigung des Teufels kein reines Opfer darbringen, deren Gebet zur Sünde wird (Ps. 109,7), wie es von Judas geschrieben steht, der, als er unter den Opfern war, den Verrat am Blut unseres Herrn ersann.