
Basilius der Große
Catena Aurea · Lukasevangelium 11
1 Eines Tages betete er an einem Ort. Als er geendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger gelehrt hat. 2 Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:Vater, / dein Name werde geheiligt. / Dein Reich komme. 3 Gib uns täglich unser notwendiges Brot. 4 Und vergib uns unsere Sünden; / denn auch wir vergeben jedem, der uns schuldet.Und führe uns nicht in Versuchung.
(in reg. brev. ad inter. 221.) Es ziemt sich jedoch nicht, dass wir durch unsere Gebete leibliche Bedrängnisse erbitten. Denn Christus hat den Menschen überall allgemein geboten zu beten, dass sie nicht in Versuchung geraten. Wenn aber einer bereits hineingeraten ist, ist es angemessen, vom Herrn die Kraft zum Ausharren zu erbitten, damit in uns jene Worte erfüllt werden: Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. (Mt 10,22.)