Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Lukasevangelium 10
5 Wenn ihr in ein Haus eintretet, so sprecht zuerst: Friede diesem Haus! 6 Ist dort ein Sohn des Friedens, so wird euer Friede auf ihm ruhen. Wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was euch vorgesetzt wird; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht von Haus zu Haus! 8 Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was euch angeboten wird. 9 Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes hat sich euch genaht! 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und man euch nicht aufnimmt, so geht hinaus auf ihre Straßen und ruft: 11 Selbst den Staub, der von euerer Stadt an unseren Füßen haftet, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe! 12 Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher gehen als dieser Stadt.
Obwohl sie wenige und arm sind, verlangt nichts weiter; Er sagt ihnen auch, sie sollen Wunder wirken, und ihr Wort soll die Menschen zu ihrer Predigt ziehen. Daher fügt er hinzu: Und heilet die Kranken, die darin sind, und sprechet zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen. Denn wenn ihr zuerst heilet und dann lehret, wird das Wort gedeihen, und die Menschen werden glauben, dass das Reich Gottes nahe gekommen ist. Denn sie würden nicht geheilt werden, außer durch die Wirkung einer göttlichen Kraft. Aber auch wenn sie in ihrer Seele geheilt werden, kommt das Reich Gottes nahe zu ihnen, denn es ist fern von dem, über den die Sünde die Herrschaft hat.