
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Lukasevangelium 10
5 Wenn ihr in ein Haus eintretet, so sprecht zuerst: Friede diesem Haus! 6 Ist dort ein Sohn des Friedens, so wird euer Friede auf ihm ruhen. Wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was euch vorgesetzt wird; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht von Haus zu Haus! 8 Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was euch angeboten wird. 9 Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes hat sich euch genaht! 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und man euch nicht aufnimmt, so geht hinaus auf ihre Straßen und ruft: 11 Selbst den Staub, der von euerer Stadt an unseren Füßen haftet, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe! 12 Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher gehen als dieser Stadt.
(Hom. 32. in Matt. Orat. cont. Jud. 3.) Und daher gibt der, welcher der Kirche vorsteht, ihn, indem er sagt: Friede sei allen. Nun erbitten heilige Männer den Frieden, nicht nur den, der unter den Menschen im gegenseitigen Verkehr wohnt, sondern den, der uns selbst gehört. Denn oft führen wir Krieg in unseren Herzen und sind beunruhigt, selbst wenn niemand uns stört; auch schlechte Begierden erheben sich häufig gegen uns.