
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 7
37 Am letzten, dem großen Tag des Festes, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, 38 wer an mich glaubt; wie die Schrift sagt: Ströme lebendigen Wassers werden aus seinem Inneren fließen. 39 Das sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glauben. Denn der Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.
(Hom. li. 1) Er sagt Ströme, nicht Strom, um die reiche und überfließende Kraft der Gnade zu zeigen: und lebendiges Wasser, d. h. immer fließend; denn wenn die Gnade des Geistes in den Geist eingetreten ist und sich in ihm niedergelassen hat, fließt sie freier als jede Quelle, und sie versiegt nicht, noch leert sie sich, noch stagniert sie. Die Weisheit des Stephanus, die Zunge des Petrus, die Kraft des Paulus sind Beweise dafür. Nichts hinderte sie; sondern wie reißende Ströme gingen sie weiter und rissen alles mit sich.