Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Johannesevangelium 7
1 Danach wanderte Jesus in Galiläa umher; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil die Juden ihm nach dem Leben trachteten. 2 Das Laubhüttenfest der Juden war nahe. 3 Da sagten seine Brüder zu ihm: Zieh von hier weg und geh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du vollbringst. 4 Denn niemand wirkt im Verborgenen und bemüht sich zugleich um öffentliche Anerkennung. Wenn du schon so wirkst, so zeige dich der Welt! 5 Nicht einmal seine Brüder glaubten nämlich an ihn. 6 Da sagte Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da. Euere Zeit aber ist immer bereit. 7 Euch kann die Welt nicht hassen; mich aber hasst sie, weil ich bezeuge, dass ihre Werke böse sind. 8 Geht ihr nur hinauf zum Fest. Ich gehe nicht hinauf zu diesem Fest, weil meine Zeit noch nicht erfüllt ist.
Er zog sich auch jetzt nach Galiläa zurück, weil die Stunde seines Leidens noch nicht gekommen war; und Er hielt es für nutzlos, inmitten seiner Feinde zu bleiben, da die Wirkung nur gewesen wäre, sie noch mehr zu reizen. Dann wird die Zeit angegeben, wann dies geschah; „Es war aber nahe das Fest der Juden, das Laubhüttenfest.“