Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Johannesevangelium 6
28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? 29 Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sagten sie zu ihm: Was für ein Zeichen tust denn du, dass wir es sehen und dir glauben? Was tust du? 31 Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie geschrieben steht: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. 32 Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33 Denn das Brot Gottes ist der, der vom Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. 34 Da sagten sie zu ihm: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Aber dieses Brot, da es wesentlich Leben ist (denn Er ist der Sohn des lebendigen Vaters), tut, indem es alles belebt, nur das, was Ihm von Natur aus zukommt. Denn wie natürliches Brot unser schwaches Fleisch unterstützt, so gibt Christus durch die Wirkungen des Geistes der Seele Leben; und sogar Unvergänglichkeit dem Leib (denn bei der Auferstehung wird der Leib unvergänglich gemacht werden). Deshalb sagt Er, dass Er der Welt Leben gibt.