
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 6
28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? 29 Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sagten sie zu ihm: Was für ein Zeichen tust denn du, dass wir es sehen und dir glauben? Was tust du? 31 Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie geschrieben steht: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. 32 Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33 Denn das Brot Gottes ist der, der vom Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. 34 Da sagten sie zu ihm: Herr, gib uns immer dieses Brot!
(Tr. xxv. s. 12) Oder so: Unser Herr stellt Sich über Mose, der nicht zu sagen wagte, dass Er die Speise gebe, die nicht vergeht. Die Menge erinnert sich also an das, was Mose getan hatte, und wünscht ein größeres Wunder und sagt gleichsam: Du versprichst die Speise, die nicht vergeht, und tust nicht Werke, die denen des Mose gleichkommen. Er gab uns nicht Gerstenbrote, sondern Manna vom Himmel.