
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 6
15 Da merkte Jesus, dass sie kommen und ihn ergreifen würden, um ihn zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein. 16 Als es Abend geworden war, gingen seine Jünger an den See hinab, 17 bestiegen ein Boot und fuhren auf die gegenüber liegende Seite des Sees nach Kafarnaum. Die Dunkelheit war schon eingetreten und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. 18 Der See aber wurde unruhig, weil ein starker Wind blies. 19 Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie Jesus über den See kommen und dem Boot sich nähern; und sie fürchteten sich. 20 Er aber rief ihnen zu: Ich bin es, fürchtet euch nicht! 21 Sie wollten ihn ins Boot aufnehmen, aber schon war das Boot am Ufer, auf das sie zugehalten hatten.
(Hom. xlii. 1) Die Erwähnung der Zeit ist nicht zufällig, sondern soll die Stärke ihrer Liebe zeigen. Sie machten keine Ausreden und sagten: Es ist jetzt Abend, und die Nacht bricht herein, sondern gingen in der Wärme ihrer Liebe in das Schiff. Und nun erschrecken sie viele Dinge: die Zeit, Und es war nun finster; und das Wetter, wie wir als Nächstes lesen: Und das Meer erhob sich wegen eines starken Windes, der wehte; ihre Entfernung vom Land: Als sie nun etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gerudert waren.