
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
41 Ehre von Menschen nehme ich nicht an. 42 Aber ich habe euch erkannt: Ihr habt die Liebe zu Gott nicht in euch! 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, aber ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, werdet ihr ihn anerkennen. 44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt, die Ehre jedoch, die vom alleinigen Gott kommt, nicht sucht? 45 Denkt nicht, ich werde euch beim Vater anklagen. Euer Ankläger ist da: Mose, auf den ihr euere Hoffnung gesetzt habt. 46 Denn wenn ihr Mose glauben würdet, würdet ihr auch mir glauben. Denn von mir hat er geschrieben. 47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie könnt ihr dann meinen Worten glauben?
(Hom. xli. 2) Denn ich bin nicht gekommen zu richten, sondern zu retten. Es gibt einen, der euch anklagt: Mose, auf den ihr vertraut. Wie er oben von den Schriften gesagt hatte: In ihnen glaubt ihr ewiges Leben zu haben. So sagt er nun von Mose: Auf den ihr vertraut, und antwortet ihnen stets aus ihren eigenen Autoritäten. Aber sie werden sagen: Wie wird er uns anklagen? Was hast du mit Mose zu tun, du, der du den Sabbat gebrochen hast? Daher fügt er hinzu: Denn wenn ihr Mose glaubtet, würdet ihr vielleicht mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. Dies hängt mit dem zuvor Gesagten zusammen. Denn wo der Beweis, dass er von Gott gekommen war, ihnen durch seine Worte, durch die Stimme des Johannes und das Zeugnis des Vaters aufgedrängt worden war, war es gewiss, dass Mose sie verurteilen würde; (unter Anspielung auf Dtn 13,1.) denn er hatte gesagt: Wenn jemand kommt, Wunder tut, die Menschen zu Gott führt und die Zukunft mit Sicherheit vorhersagt, sollt ihr ihm gehorchen. Christus tat all dies, und sie gehorchten ihm nicht.