
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
19 Da antwortete ihnen Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann von sich aus nichts tun, was er nicht den Vater tun sieht. Denn was jener tut, das tut der Sohn in gleicher Weise. 20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihm noch größere Werke als diese zeigen, sodass ihr euch wundern werdet.
(ii. de Tr. c. 3) Wenn wir verstehen, dass diese Unterordnung des Sohnes aus der menschlichen Natur entsteht, so folgt daraus, dass der Vater zuerst auf dem Wasser wandelte und all die anderen Dinge tat, die der Sohn im Fleisch tat, damit der Sohn sie tue. Wer kann so wahnsinnig sein, dies zu denken?