
Hilarius von Poitiers
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
19 Da antwortete ihnen Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann von sich aus nichts tun, was er nicht den Vater tun sieht. Denn was jener tut, das tut der Sohn in gleicher Weise. 20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihm noch größere Werke als diese zeigen, sodass ihr euch wundern werdet.
(vii. de Trin. c. 17) Er bezieht sich auf die Anklage der Sabbatschändung, die gegen Ihn erhoben wurde. Mein Vater wirkt bis jetzt, und Ich wirke; das bedeutet, dass Er einen Präzedenzfall für das Recht hatte, das Er beanspruchte; und dass das, was Er tat, in Wirklichkeit das Tun seines Vaters war, der im Sohn handelte. Und um die Eifersucht zu besänftigen, die erregt worden war, weil Er durch die Verwendung des Namens seines Vaters sich selbst Gott gleich gemacht hatte, und um die Erhabenheit seiner Geburt und Natur zu behaupten, sagt Er: Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was Er den Vater tun sieht.