
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 4
39 Viele Samariter aus jener Stadt kamen zum Glauben an ihn auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40 Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb zwei Tage dort. 41 Da kamen noch viel mehr auf sein Wort hin zum Glauben. 42 Zu der Frau aber sagten sie: Nicht mehr auf dein Reden hin glauben wir. Denn nun haben wir ihn selbst gehört und wissen, dass er wirklich der Retter der Welt ist.
(Hom. xxxiv. 2) Es ist jetzt gleichsam Erntezeit, wenn das Korn gesammelt wird und eine ganze Tenne bald mit Garben bedeckt ist; Und viele der Samariter jener Stadt glaubten an Ihn wegen des Wortes der Frau, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Sie bedachten, dass die Frau niemals von sich aus eine solche Bewunderung für einen empfunden hätte, der ihre Vergehen getadelt hatte, wenn Er nicht wirklich eine große und wunderbare Person wäre. (Hom. xxxv. 1). Und so gingen sie, allein auf das Zeugnis der Frau vertrauend, ohne weitere Beweise, hinaus, um Christus zu bitten, bei ihnen zu bleiben: Als nun die Samariter zu Ihm kamen, baten sie Ihn, bei ihnen zu bleiben. Die Juden, als sie Seine Wunder sahen, versuchten keineswegs, Ihn zum Bleiben zu bewegen, sondern suchten auf jede Weise, Seine Gegenwart loszuwerden. Solche Macht haben Bosheit, Neid und Ruhmsucht, jenes hartnäckige Laster, das sogar das Gute selbst vergiftet. Obwohl die Samariter Ihn jedoch bei sich behalten wollten, willigte Er nicht ein, sondern blieb nur zwei Tage dort.