
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 4
19 Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20 Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet, aber ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. 21 Jesus sagte zu ihr: Glaub mir, Frau, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber es kommt die Stunde und sie ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Denn solche Anbeter sucht der Vater. 24 Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
(Hom. xxxiii. 2) Er spricht hier von der Kirche; in der es wahre Anbetung gibt und solche, die Gott geziemt; und daher fügt er hinzu: Denn der Vater sucht solche, die ihn anbeten. Denn obwohl er früher wollte, dass die Menschheit unter einer Ordnung von Typen und Figuren verweile, geschah dies nur aus Herablassung zur menschlichen Schwäche und um die Menschen auf die Annahme der Wahrheit vorzubereiten.