Alkuin
Catena Aurea · Johannesevangelium 4
1 Als Jesus erfuhr, dass den Pharisäern zu Ohren gekommen war, er gewinne und taufe mehr Jünger als Johannes -- 2 doch taufte Jesus nicht selbst, sondern seine Jünger --, 3 verließ er Judäa und begab sich wieder nach Galiläa. 4 Er musste aber durch Samarien reisen. 5 So kam er zu einer Stadt in Samarien namens Sychar in der Nähe des Grundstücks, das Jakob seinem Sohn Josef geschenkt hatte. 6 Dort war der Jakobsbrunnen. Jesus, müde von der Wanderung, ließ sich am Brunnen nieder. Es war ungefähr die sechste Stunde.
Unser Herr verließ auch Judäa mystisch, d. h. er verließ den Unglauben derer, die ihn verurteilten, und ging durch seine Apostel nach Galiläa, d. h. in die Wankelmütigkeit der Welt; so lehrte er seine Jünger, von Lastern zu Tugenden überzugehen. Das Stück Land, so meine ich, wurde nicht so sehr Joseph hinterlassen, als vielmehr Christus, von dem Joseph ein Vorbild war; den die Sonne, der Mond und alle Sterne wahrhaft anbeten. Zu diesem Stück Land kam unser Herr, damit die Samariter, die beanspruchten, Erben des Patriarchen Israel zu sein, ihn erkennen und sich zu Christus bekehren könnten, dem rechtmäßigen Erben des Patriarchen.