
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 3
22 Danach begab sich Jesus mit seinen Jüngern in die Landschaft Judäa. Dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. 23 Aber auch Johannes taufte, nämlich in Änon bei Salim, weil es dort viel Wasser gab. Und die Leute kamen und ließen sich taufen. 24 Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. 25 Da kam es zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden zum Streit über die Reinigung. 26 Sie gingen zu Johannes und sagten zu ihm: Rabbi, der bei dir war jenseits des Jordan und für den du Zeugnis abgelegt hast, siehe, der tauft, und alle kommen zu ihm.
(Hom. xxix. 2) Das heißt: Er, den du getauft hast, tauft. Sie sagten nicht ausdrücklich: Den du getauft hast, denn sie wollten nicht an die Stimme vom Himmel erinnert werden, sondern: Der mit dir war, d. h. der in der Lage eines Jüngers war, der nichts mehr war als jeder von uns, der trennt sich jetzt von dir und tauft. Sie fügen hinzu: Dem du Zeugnis gegeben hast; als wollten sie sagen: Den du der Welt gezeigt hast, den du berühmt gemacht hast, der wagt es jetzt, dasselbe zu tun wie du. Siehe, derselbe tauft. Und zusätzlich dazu führen sie die Wahrscheinlichkeit an, dass die Lehren des Johannes in Misskredit geraten würden. Alle kommen zu ihm.