
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 3
19 Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht; denn ihre Taten waren böse. 20 Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Taten offenbar werden; denn sie sind in Gott.
(Conf. l. x. c. xxiii. [34.]) Weil sie es nicht mögen, getäuscht zu werden, und gerne täuschen, lieben sie das Licht, damit es sich offenbart, und hassen es, weil es sie offenbart. Deshalb soll es ihre Strafe sein, dass es sie gegen ihren Willen offenbar macht und selbst ihnen nicht offenbar wird. Sie lieben den Glanz der Wahrheit, sie hassen ihre Unterscheidung; und daher folgt: und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.