
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15 Da machte er eine Geißel aus Stricken und jagte sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das fort und macht aus dem Haus meines Vaters kein Kaufhaus! 17 Seine Jünger erinnerten sich an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.
(Tr. x. c. 5) Unser Herr beabsichtigte, dass in seinem Machen einer Geißel aus kleinen Schnüren und dann im Geißeln derer, die den Handel im Tempel betrieben, eine Bedeutung gesehen werde. Jeder dreht sich durch seine Sünden eine Schnur, indem er Sünde auf Sünde häuft. Wenn also Menschen für ihre Missetaten leiden, sollen sie sicher sein, dass der Herr eine Geißel aus kleinen Schnüren macht und sie ermahnt, ihr Leben zu ändern; wenn sie das nicht tun, werden sie am Ende hören: Bindet ihm Hände und Füße. (Mat. 23)