Beda Venerabilis
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15 Da machte er eine Geißel aus Stricken und jagte sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das fort und macht aus dem Haus meines Vaters kein Kaufhaus! 17 Seine Jünger erinnerten sich an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.
Diejenigen jedoch, die von weit her kamen und die für das Opfer erforderlichen Tiere nicht mitbringen konnten, brachten stattdessen das Geld. Zu ihrem Nutzen ordneten die Schriftgelehrten und Pharisäer an, dass im Tempel Tiere verkauft wurden, damit, wenn das Volk sie gekauft und später geopfert hatte, sie sie wieder verkaufen und so großen Gewinn machen konnten. Und Geldwechsler saßen da; Geldwechsler saßen am Tisch, um Käufern und Verkäufern Wechselgeld zu liefern. Da aber unser Herr jegliches weltliche Geschäft in seinem Haus missbilligte, besonders ein so fragwürdiges, trieb er alle, die darin verwickelt waren, hinaus.