
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
5 Da sagte seine Mutter zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! 6 Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge für die bei den Juden übliche Reinigung; sie fassten ungefähr hundert Liter. 7 Jesus sagt zu ihnen: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. 8 Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem Tafelmeister. Sie brachten es ihm. 9 Als aber der Tafelmeister von dem zu Wein gewordenen Wasser gekostet hatte, ohne von seiner Herkunft zu wissen -- die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es --, rief der Tafelmeister den Bräutigam herbei 10 und sagte zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie trunken sind, den geringeren. Du hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. 11 Damit begann Jesus seine Zeichen in Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.
(Hom. xxii. [al. xxi.] 2.) Da Palästina ein trockenes Land mit wenigen Quellen oder Brunnen ist, pflegten sie Wasserkrüge mit Wasser zu füllen, um die Notwendigkeit zu vermeiden, zum Fluss zu gehen, wenn sie unrein waren, und um Waschmaterial zur Hand zu haben. Um zu verhindern, dass irgendein Ungläubiger vermutet, es sei ein sehr dünner Wein gemacht worden, indem die Hefe in den Gefäßen zurückgelassen und Wasser darauf gegossen wurde, sagt Er ausdrücklich: Nach der Weise der Reinigung der Juden: was zeigt, dass jene Gefäße niemals dazu verwendet wurden, Wein zu halten.