
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 18
15 Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Jener Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Palasthof des Hohenpriesters hinein. 16 Petrus aber blieb draußen an der Tür stehen. Da kam der andere Jünger, der mit dem Hohenpriester bekannt war, heraus, sprach mit der Türhüterin und holte Petrus hinein. 17 Da sagte die Magd, die Türhüterin, zu Petrus: Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Menschen? Er antwortete: Ich bin es nicht. 18 Die Knechte und die Diener aber hatten sich, weil es kalt war, ein Kohlenfeuer gemacht und standen da und wärmten sich. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.
Er lässt seinen eigenen Namen aus Demut weg; obwohl er eine Tat großer Tugend erzählt, wie er folgte, als die übrigen flohen. Er stellt Petrus vor sich und erwähnt dann sich selbst, um zu zeigen, dass er im Hof war und daher mit größerer Sicherheit berichtete, was dort geschah, als die anderen Evangelisten es konnten. Jener Jünger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Palast des Hohenpriesters hinein. Dies erwähnt er nicht als Prahlerei, sondern um sein eigenes Verdienst zu schmälern, da er der einzige war, der mit Jesus hineinging. Es erklärt die Tat auf andere Weise als nur durch Großmut. Die Liebe des Petrus brachte ihn bis zum Palast, aber seine Furcht hinderte ihn am Hineingehen: Aber Petrus stand draußen an der Tür.