
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 18
3 Judas also nahm die Kohorte und Diener von den Hohenpriestern und Pharisäern und kam dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen. 4 Jesus, der alles wusste, was ihm bevorstand, trat hinaus und fragte: Wen sucht ihr? 5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazoräer. Er sagte zu ihnen: Ich bin es. Auch Judas, sein Verräter, stand bei ihnen. 6 Als er zu ihnen sagte: Ich bin es, wichen sie zurück und stürzten zu Boden. 7 Da fragte er sie wiederum: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus, den Nazoräer. 8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, dann lasst diese gehen! 9 So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren.
(Tr. cxii) Sie hatten zuerst gehört: Ich bin es, aber nicht verstanden; weil Er, der tun konnte, was Er wollte, nicht wollte, dass sie es verstanden. Hätte Er sich aber niemals von ihnen ergreifen lassen, so hätten sie zwar nicht getan, was sie zu tun gekommen waren; aber auch Er hätte nicht getan, wozu Er gekommen war. Nachdem Er ihnen nun Seine Macht gezeigt hatte, als sie Ihn ergreifen wollten und es nicht konnten, lässt Er sie Ihn ergreifen, damit sie unwissentlich Seine Absicht ausführten: Wenn ihr mich sucht, so lasst diese gehen.