
Hilarius von Poitiers
Catena Aurea · Johannesevangelium 17
1 Als Jesus das gesagt hatte, erhob er seine Augen zum Himmel und betete: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. 2 Denn du hast ihm Macht über alles Fleisch gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. 3 Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den wahren Gott, erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. 4 Ich habe dich auf der Erde verherrlicht, ich habe das Werk vollendet, das zu vollbringen du mir aufgetragen hast. 5 Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.
(iv. de Tr. c. 9) Die Arianer behaupten, daß, wie der Vater der allein wahre, allein gerechte, allein weise Gott ist, der Sohn keine Gemeinschaft an diesen Eigenschaften habe; denn was einem eigen ist, kann nicht von einem anderen geteilt werden. Und da diese, wie sie meinen, allein im Vater und nicht im Sohn sind, betrachten sie den Sohn notwendigerweise als einen falschen und nichtigen Gott.