
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 16
5 Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? 6 Sondern weil ich euch das gesagt habe, hat die Traurigkeit euer Herz erfüllt. 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen. Wenn ich aber weggehe, werde ich ihn zu euch senden. 8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen öffnen über Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. 9 Über Sünde, weil sie nicht an mich glauben; 10 über Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; 11 über Gericht, weil der Fürst der Welt gerichtet ist.
(Tr. xcv) Oder: ist gerichtet, d. h. ist unwiderruflich für die Strafe des ewigen Feuers bestimmt. Und von diesem Gericht wird die Welt überführt, indem sie mit ihrem Fürsten, dem stolzen und gottlosen, gerichtet wird, den sie nachahmt. So sollen die Menschen an Christus glauben, damit sie nicht überführt werden von der Sünde des Unglaubens, durch die alle Sünden festgehalten werden; zur Zahl der Glaubenden übergehen, damit sie nicht überführt werden von der Gerechtigkeit derer, die sie, obwohl gerechtfertigt, nicht nachahmen; sich vor dem kommenden Gericht hüten, damit sie nicht mit dem Fürsten dieser Welt, den sie nachahmen, ebenfalls gerichtet werden.