
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 15
4 Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich, der bringt viele Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wenn einer nicht in mir bleibt, wird er fortgeworfen wie die Reben und verdorrt. Man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet, um was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden.
(Hom. lxxvi. 1) Der Sohn trägt also nicht weniger als der Vater zur Hilfe der Jünger bei. Der Vater verändert, aber der Sohn bewahrt sie in sich, was die Reben fruchtbar macht. Und wiederum wird die Reinigung auch dem Sohn zugeschrieben, und das Bleiben in der Wurzel dem Vater, der die Wurzel gezeugt hat. (c. 2.) Es ist ein großer Verlust, nichts tun zu können, aber er sagt noch mehr als dies: Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie eine Rebe, d. h. er wird keinen Nutzen aus der Pflege des Weingärtners ziehen, und verdorrt, d. h. er wird alles verlieren, was er von der Wurzel erstrebt, alles, was sein Leben stützt, und wird sterben.