Origenes
Catena Aurea · Johannesevangelium 1
24 Es waren auch Abgesandte aus dem Kreis der Pharisäer anwesend. 25 Sie fragten ihn: Warum taufst du denn, wenn du weder der Messias noch Elija noch der Prophet bist? 26 Johannes antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt, 27 der nach mir kommt, dessen Schuhriemen aufzuknüpfen ich nicht würdig bin. 28 Das geschah in Betanien jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.
(tom. vi. c. 24) Bethabara bedeutet „Haus der Vorbereitung“; was mit der Taufe dessen übereinstimmt, der ein Volk bereitete, das für den Herrn zubereitet war. (c.25. et seq.). Jordan wiederum bedeutet „ihr Abstieg“. Was ist nun dieser Fluss anderes als unser Erlöser, durch den alle, die in diese Welt kommen, gereinigt werden müssen, da Er nicht um Seinetwillen, sondern um ihretwillen herabstieg. Dieser Fluss ist es, der die von Moses gegebenen Lose von denen trennt, die Jesus gegeben hat; seine Ströme erfreuen die Stadt Gottes. (c. 29). Wie die Schlange im ägyptischen Fluss verborgen liegt, so Gott in diesem; denn der Vater ist im Sohn. Deshalb legt jeder, der dorthin geht, um sich zu waschen, die Schmach Ägyptens ab, (Josua 5,9) wird würdig, das Erbe zu empfangen, wird vom Aussatz gereinigt, (2 Könige 5,14) wird fähig zu einem doppelten Anteil an Gnade und bereit, den Heiligen Geist zu empfangen; (2 Könige 2,9) und die geistliche Taube lässt sich auf keinen anderen Fluss nieder. Johannes tauft wiederum jenseits des Jordan als der Vorläufer dessen, der nicht gekommen ist, die Gerechten, sondern die Sünder zur Buße zu rufen.