
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 9
9 Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir! Da stand er auf und folgte ihm nach. 10 Als er in seinem Haus zu Tisch lag, kamen viele Zöllner und Sünder und legten sich mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch. 11 Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit Zöllnern und Sündern? 12 Er aber hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 13 Geht und lernt verstehen, was das heißt: Erbarmen will ich und nicht Opfer. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder.
Porphyrius und Kaiser Julian bestehen aufgrund dieses Berichts darauf, dass entweder der Historiker der Falschheit beschuldigt werden muss oder diejenigen, die so bereitwillig mit Eile und Tollkühnheit dem Erlöser folgten; als ob er jemanden ohne Grund gerufen hätte. Sie vergessen auch die Zeichen und Wunder, die vorausgegangen waren und die die Apostel zweifellos gesehen hatten, bevor sie glaubten. Ja, der Glanz des verborgenen Gottseins, der von seinem menschlichen Antlitz ausstrahlte, konnte sie auf den ersten Blick anziehen. Denn wenn der Magnetstein, wie man sagt, Eisen anziehen kann, wie viel mehr kann der Herr aller Schöpfung zu sich ziehen, wen er will!