
Petrus Chrysologus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 9
1 Er stieg in das Boot, fuhr hinüber und kam in seine Stadt. 2 Da brachten sie ihm einen Gelähmten, der auf einem Bett lag. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mut, mein Kind, deine Sünden sind dir vergeben. 3 Da dachten einige Schriftgelehrte: Der lästert. 4 Da Jesus ihre Gedanken kannte, sagte er: Warum denkt ihr Böses in eueren Herzen? 5 Was ist denn leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 6 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Macht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben -- sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm dein Bett und geh heim! 7 Und er stand auf und ging heim. 8 Als das die Volksscharen sahen, fürchteten sie sich und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.
(Serm. 50.) Der Schöpfer aller Dinge, der Herr der Welt, als er sich um unseretwillen in die Bande unseres Fleisches eingeschlossen hatte, begann als Mensch sein eigenes Vaterland zu haben, begann ein Bürger von Judäa zu sein und Eltern zu haben, obwohl er selbst der Vater aller ist, damit Zuneigung diejenigen verbinde, die die Furcht getrennt hatte.