
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
28 Als er an das andere Ufer in das Land der Gadarener gekommen war, traten ihm zwei Besessene entgegen, die aus den Grabhöhlen herauskamen. Sie waren sehr gefährlich, sodass niemand diesen Weg benutzen konnte. 29 Sie schrien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, um uns vor der Zeit zu quälen? 30 Nun weidete in einiger Entfernung von ihnen eine große Schweineherde. 31 Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, so schick uns in die Schweineherde. 32 Er sagte zu ihnen: Fort mit euch! Da fuhren sie aus und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde raste den Abhang hinab in den See und kam im Wasser um. 33 Die Hirten aber flohen, liefen in die Stadt und berichteten alles, auch das mit den Besessenen. 34 Da zog die ganze Stadt hinaus, Jesus entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
(De. Cons. Ev. ii. 24.) Obwohl die Worte der Dämonen von den drei Evangelisten verschieden berichtet werden, so ist dies doch keine Schwierigkeit; denn entweder vermitteln sie alle denselben Sinn, oder man kann annehmen, dass alles gesagt wurde. Auch nicht, weil sie bei Matthäus in der Mehrzahl sprechen, bei den anderen in der Einzahl; denn auch die beiden anderen Evangelisten berichten, dass er, nach seinem Namen gefragt, antwortete: Legion, was zeigt, dass die Dämonen viele waren. Nun war nicht weit von dort eine Herde vieler Schweine, die weidete; und die Dämonen baten ihn und sprachen: Wenn du uns von hier austreibst, so sende uns in die Schweine.