
Gregor der Große
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
18 Als Jesus die große Volksschar um sich sah, befahl er, an das andere Ufer zu fahren. 19 Da trat ein Schriftgelehrter an ihn heran und sagte zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 20 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester. Der Menschensohn aber hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann. 21 Ein anderer aber, einer von den Jüngern, sagte zu ihm: Herr, erlaube mir, zuerst heimzugehen und meinen Vater zu begraben. 22 Jesus aber antwortete ihm: Folge mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.
(Mor. xix. 1.) Andernfalls; Der Fuchs ist ein listiges Tier, das in Gruben und Höhlen verborgen liegt und, wenn es ins Freie kommt, niemals einen geraden Weg geht, sondern in krummen Windungen; Vögel erheben sich in die Luft. Mit den Füchsen sind also die subtilen und trügerischen Dämonen gemeint, mit den Vögeln die stolzen Dämonen; als ob er gesagt hätte: Trügerische und stolze Dämonen haben ihre Wohnung in deinem Herzen; aber meine Niedrigkeit findet keine Ruhe in einem stolzen Geist.